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Finanzpolitischer Sprecher der SPD diskutiert mit BFV über LV-Provisionsdeckel

v.l.n.r.: Erwin Hausen (BFV/‚vt‘), Martin Gräfer (die Bayerische), Stefanie van Holt (Volkswohl Bund), Uwe Kremer (‚k-mi‘), Roland Sing (LV 1871 München), Dr. Burghard Kaske (die Bayerische), MdB Lothar Binding

Der gemeinsame Aufklärungskampf gegen die Einführung eines nicht notwendigen und mit vielen negativen Folgen behafteten LV-Provisionsdeckels findet seine Fortsetzung. Die Bundesarbeitsgemeinschaft zur Förderung der Versicherungsmakler (BFV) mit den Mitgliedern Alte Leipziger-Hallesche, Alte Oldenburger Krankenversicherung AG, Canada Life, Concordia Versicherungen, die Bayerische, DMB Rechtsschutz-Versicherung, Die Haftpflichtkasse, LV 1871 München und Volkswohl Bund Versicherungen war am 17.07. mit einer Delegation (siehe Bild) im Deutschen Bundestag zu einem Fachgespräch mit MdB Lothar Binding, Mitglied im Finanzausschuss und finanzpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Dabei ging es zunächst um Grundsätzliches. Mit seiner Aussage „Ich bin nicht der Meinung, dass man Provisionen bei der Versicherungsvermittlung verbieten sollte, es muss dabei aber fair zugehen“, zeigte Binding, dass es um das ‚Wie‘ der LV-Provisionen geht, und nicht um die Frage, ob Provisionen generell verboten werden sollten. „Durch das LVRG wurden die gezillmerten Abschlusskosten bereits auf maximal 25 ‰ reduziert. Deshalb würde eine Deckelung der Provision für den Verbraucher letztlich auf Basis des abgeschlossenen Vertrags nicht mehr bringen. Der Mehrertrag landet zunächst beim Versicherer“, erläuterte Martin Gräfer, Vorstand die Bayerische. Dabei hakte Binding akribisch nach: „Mit Ihrer Aussage gibt es ein logisches Problem: Dass ein Provisionsdeckel, wegen der Deckelung der Abschlusskosten bei 25 ‰, die Kosten für den Verbraucher nicht senkt, verstehe ich. Aber wie kann ein Vermittler einen Deckel von 25 ‰ überhaupt merken, wenn die Provision nur ein Teil der 25 ‰ Abschlusskosten ist? Die Aufteilung der Abschlusskosten zwischen Versicherung und Makler wird mit Ihrer These bei einem Provisionsdeckel von 25 ‰ nicht verändert.“ Der SPD-Finanzexperte äußerte klare Erwartungen: „Unser Ziel ist es, die schwarzen Schafe bei den Versicherungsvermittlern von der Weide zu vertreiben.“

MdB Lothar Binding zeigte sich als Gesprächspartner, der den Dingen auf den Grund gehen will. So war er sehr interessiert an den BFV-Argumentationen, offen und kritisch zugleich, und sagte eine Prüfung unserer vorgebrachten Argumente zu, insbesondere hinsichtlich der komplexen unterschiedlichen Abschlusskosten- und Provisions-Positionen, deren Zusammenhänge und Wirkweisen, speziell auf die Rendite des Kunden, die wir Binding nachliefern sollen und werden.

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